Historie

Am 28.06.2000 wurde die BürgerInitiative Ostring (BIO) gegründet.

In der Folgezeit klärte die BIO Buchholzer Bürgerinnen und Bürger über die Dimensionen und Folgen des geplanten Straßenbauprojekts „Ostring“ auf. Diese waren vielen Buchholzerinnen und Buchholzern bislang nicht bekannt.

Zur Kommunalwahl 2001 wurde der Ostring dank der BIO zum Wahlkampfthema. Viele Bürgerinnen und Bürger reagieren empört auf die Ostring-Pläne. Insbesondere der enorme Landschaftsverbrauch, die Zerstörung von Lebensräumen für Pflanzen und Tiere sowie der verschwenderische Umgang mit Steuergeldern stört viele Buchholzerinnen und Buchholzer.  Die Mehrheitsverhältnisse im Rat der Stadt Buchholz änderten sich zu Gunsten der Ostring-Gegner, zwar denkbar knapp, aber immerhin so, dass die Ostring-Planungen vorerst wieder in der Schublade verschwinden. Gleichzeitig ruhte die Widerstandsarbeit der BIO.

Mit der Kommunalwahl 2006 änderten sich die Mehrheitsverhältnisse im Buchholzer Stadtrat erneut, dieses Mal zu Gunsten der Ostring-Befürworter. Die umstrittenen Ostring-Planungen wurden wieder aufgenommen. Auch die BIO nahm ihre Aufklärungs- und Widerstandsarbeit wieder auf.

2009 enden die jahrelangen Planungen des Landkreises Harburg im so genannten Planfeststellungsbeschluss. Gegen den Planfeststellungsbeschluss klagten einige betroffene Grundstückseigentümer. Die BIO unterstützt eine Klage finanziell. Die Spendenbereitschaft der Ostring-Gegner ist überwältigend. Die erforderlichen Mittel für die juristische Beratung und Begleitung des Klagewegs sind schnell zusammengekommen.

Die Anzahl der BIO-Unterstützer und Ostring-Gegner nimmt stetig zu. 2018 begrüßte die BIO bereits ihr 1.000. Mitglied. Damit hat die BIO mehr Mitglieder als alle politischen Parteien und Wählergemeinschaften in Buchholz zusammen.

2011 gibt das Verwaltungsgericht in Lüneburg den Klägern Recht und hebt den Planfeststellungsbeschluss auf. Der Ostring darf nicht gebaut werden.

Zur Kommunalwahl 2011 traten auch einige BIO-Mitglieder als Kandidaten für den Rat der Stadt Buchholz und den Kreistag des Landkreises Harburg an. In Buchholz erlangten die Ostring-Gegner einen deutlichen Wahlerfolg. Bei der Kommunalwahl 2016 drehten die Mehrheitsverhältnisse erneut – wenn auch knapp – zu Gunsten der Ostring-Befürworter.

Ende 2016 bestätigt das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht den Beschluss des Verwaltungsgerichts Lüneburg aus 2011. Dank der Unterstützung der BIO und ihrer Mitglieder ein voller Erfolg der Ostring-Gegner. Der Planfeststellungsbeschluss wurde als rechtswidrig erklärt. Der Ostring ist tot.

Damit ist die BIO nunmehr seit knapp 20 Jahren in der Widerstandsarbeit gegen den Ostring erfolgreich.

Die BIO zeigt sich optimistisch und wird weiterhin gegen die Realisierung eines Ostrings kämpfen. Gerade aufgrund der Ende 2017 wieder auflebenden Ostring-Planungen im Zusammenhang mit einer geplanten Wohnbauentwicklung im Osten von Buchholz (Buchholz 2015plus).

Für den Erhalt unserer lebenswerten Stadt Buchholz im Grünen – jetzt und in Zukunft!