Protest-Aktion zur Kommunalwahl

Im Herbst stehen Kommunalwahlen an. Am 12.09.2021 wird nicht nur ein neuer Buchholzer Bürgermeister oder Bürgermeisterin gewählt, sondern auch ein neuer Stadtrat und Kreistag. Alle drei Kommunalwahlen sind auch für die weitere Ostring-Planungen wichtig. Wir wollen daher wahlkampfbegleitend unseren Protest zu den neuerlichen Ostring-Planungen zeigen und viele Zeichen für unsere Überzeugung „OSTRING NEIN“ setzen, die möglichst überall in Buchholz zu sehen sind.

Also, lassen Sie uns diese Zeichen des Widerstands nun setzen. Stellen Sie einfach eines oder mehrere unserer Kreuze (siehe Foto) auf Ihren Grundstücken auf oder hängen Sie ein Kreuz an Ihren Balkon … überall da, wo es gut sichtbar ist. Bitte stellen Sie aber keine Kreuze einfach wild auf fremde Grundstücke, sondern fragen in jedem Fall vorher um Erlaubnis.

Wir stellen uns vor, bis zum Sommer hunderte dieser Kreuze aufzustellen. Mit Ihrer Unterstützung schaffen wir das! Alle Kreuze können wir allerdings nicht selbst bauen und zur Verfügung stellen. Daher wäre es schön, wenn wir einige Handwerker:innen gewinnen könnten, die Spaß daran haben, gleich 10 Stück oder mehr zu bauen, die wir zum Selbstkostenpreis an Interessierte weitergeben können. Das benötigte Material stellen wir. Liebe Handwerker:innen, bitte melden Sie sich bei uns! Oder Sie bauen Ihre Kreuze einfach selbst. Eine Bauanleitung finden Sie hier (5 MB).

Wer gerne ein Kreuz haben möchte, dieses aber nicht selbst bauen kann, melde sich gerne per E-Mail bei uns (info@ostring-buchholz.de). Dann werden wir das irgendwie möglich machen.

Also, ran an die Kreuze!

Stadtrat votiert für Neuaufnahme Ostring-Planungen

Der Buchholzer Stadtrat hat in seiner Sitzung am 23.03.2021 die Machbarkeitsstudie zum Ostring zur Kenntnis genommen und befürwortete die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens durch den Landkreis Harburg auf Basis der in der Machbarkeitsstudie dargestellten Vorzugsvarianten. Zudem wurde der Bürgermeister beauftragt, mit dem Landkreis Gespräche über die Aufteilung der Kosten und die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens zu führen, deren Ergebnisse Grundlage einer finalen Entscheidung durch den Stadtrat werden sollen.

Es wurde die erwartet hitzige Debatte. Besondere Lichtblicke waren die Reden von Udo Antons (Die LINKE), Gudrun Eschment-Reichert (SPD), Christoph Selke (Buchholzer Liste) und Joachim Zinnecker (Grüne). Die Rede von Frau Eschment-Reichert sowie die Position der Buchholzer Liste finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Das Abstimmungsergebnis lautete 23 pro und 12 contra (keine Enthaltungen).
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Trassenvarianten des Nordabschnitts

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt wurde am 10.02.2021 die Machbarkeitsstudie zur Ostumfahrung von Buchholz („Ostring“) vorgestellt. Die beauftragten Planer zeigten einen animierten Film, um die unterschiedlichen Trassenverläufe des nördlichen Teilabschnitts zu verdeutlichen. Das nachfolgende Youtube-Video zeigt den Mitschnitt des Wochenblatt-Redakteurs während der Ausschusssitzung:

Zahlreiche Leserbriefe zu den neuen Ostring-Planungen

„Zahlreiche Zuschriften gingen in der Redaktion ein. Die meisten Bürger wandten sich gegen den Bau der Straße“, so beschreibt Redakteur Oliver Sander das Umfrageergebnis des Nordheide-Wochenblatts zum „neuen“ Ostring am 25.11.2020. Vorausgegangen war die Veröffentlichung einer Machbarkeitsstudie „Östliche Umfahrung in Buchholz i.d.N.“ und eine Bitte an die Leserschaft um ihre Meinung am 04.11.2020.

Längst nicht alle Leserbriefe wurden veröffentlicht. Wir von der BIO haben 23 gesammelt und danken den Autoren für die Genehmigung zur Veröffentlichung. Siehe hier! Ergebnis ist ein detailreiches Bild davon, wohin so ein Ostring führen würde: viel Schaden, wenig Nutzen!

So sah es auch schon Reinhard Schrader, damaliger Chefredakteur des Wochenblatts, in seinem Kommentar vom 19.05.2010 zum Ostring-Artikel: Mitten durchs Naherholungsgebiet“:

Panorama 3 – NDR dreht Reportage in Buchholz

Der NDR drehte heute für sein Politmagazin Panorama 3 in Buchholz. Thema ist das geplante Stadtentwicklungsprojekt Buchholz 2025plus im Kontext zum Flächenverbrauch in Norddeutschland. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich ja zum Ziel gesetzt, bis 2030 den täglichen Verbrauch von Flächen für Siedlungs- und Verkehrsprojekte auf unter 30 Hektar pro Tag zu senken. Für die BIO stand unsere Vorsitzende Grit Weiland Rede und Antwort. Sie wurde unterstützt vom BIO-Mitglied Elisabeth Bischoff, die für die Grünen im Kreistag sitzt.

Aktualisierung:
Der Beitrag war in der Sendung am Di., 19.01.2021, im NDR-Fernsehen zu sehen und ist bis auf weiteres über die NDR-Mediathek abrufbar. Hier geht’s direkt zum Beitrag!

Vorstudie/Machbarkeitsuntersuchung Östliche Umfahrung Buchholz i.d.N.

Mit der Ratsdrucksache DS 16-21/0786 legt die Stadtverwaltung die Machbarkeitsuntersuchung zum OstringNEU vor. Auf Basis dieser Vorstudie soll der Landkreis gebeten werden, mit einem sog. Planfeststellungsverfahren zur Schaffung des Baurechts zu beginnen.

Der Spuk geht also wieder von vorne los. Den Planfeststellungsbeschluss zum OstringALT hatten wir erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg beklagt. Das Urteil von Anfang 2011 wurde Ende 2016 nach Beschluss des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichtes rechtskräftig.

Lassen Sie uns den Wahlkampf bis zur Kommunalwahl am 12.09.2021 nutzen, um eine politische Mehrheit gegen diesen OstringNEU aufzubauen. Andernfalls droht wohl erneut ein langwieriges Klageverfahren. Dazu brauchen wir dringend weitere Mitstreiter*innen, die sich in einem motivierten Team gegen den OstringNEU engagieren möchten. Bei Interesse schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an info@ostring-buchholz.de. Wir finden eine Aufgabe, die zu Ihnen und Ihren zeitlichen Vorstellungen passt. Sicher!

Unterstützen Sie uns! Nur gemeinsam sind wir stark!

Von Landschaftsschutzgebiet bis Innenentwicklung – BIO-Einwände gegen Buchholz 2025plus

Zum Rahmenplan Buchholz 2025plus hat die BIO acht Einwände ausführlich begründet. Im Zuge der Möglichkeit zur Öffentlichkeitsbeteiligung wurden sie an Verwaltung und Politik auf Stadt- und Kreisebene sowie an alle Umweltverbände versandt. Unser Fazit dabei: Je tiefer wir in das Thema einsteigen, desto verstörender erscheint uns das gesamte Bauvorhaben. Während der schöne Buchholzer Osten ganz offiziell das Zeug zum Landschaftsschutzgebiet hätte, möchten die Buchholzer Stadtverwaltung und Teile der Politik das Gebiet ohne Not einer großflächigen Bebauung mit einem Ostring preisgeben, um ganz nebenbei ein noch größeres Loch in den mehr als angeschlagenen Haushalt zu reißen. Lesen Sie selbst …

E-Mail vom 24.11.2020 an die Buchholzer Stadtverwaltung, den Rat der Stadt Buchholz i.d.N. und den Kreistag des Landkreises Harburg (7 MB)
 

Moderates Bevölkerungswachstum ohne Flächenversiegelung realisieren

Wie können Zuzugswünsche junger Familien nach Buchholz mit dem Wohnbedarf älterer Menschen vorteilhaft zusammen gedacht werden? Was hat all das mit Flächen- und Klimaschutz zu tun? Vor dem Hintergrund der Buchholzer Altersstruktur und einem Gutachten der Niedersächsischen Förderbank (N-Bank) hat die BIO Verwaltung und Politik auf Stadt- und Kreisebene darüber informiert, wie moderates Bevölkerungswachstum ohne Bebauung auf der tatsächlich grünen Wiese im Buchholzer Osten aussehen könnte. Das ausführliche Schreiben lesen Sie bitte hier.

Schützenswerter Lebensraum

Dort wo Oststadt und Ostring neu geplant werden, leben Fuchs, Dachs, Has und Igel, diverse Fledermausarten, seltene Vögel und diverse Amphibien. Aber nicht nur heimische Tiere, sondern auch viele Pflanzen sind dort zu Hause. Ein Lebensraum für diese Tiere und Pflanzen droht mit Buchholz 2025plus vernichtet zu werden … und das trotz eines dramatischen Klimawandels und einem verheerenden Verlust an Artenvielfalt. Der Landkreis hat dieses Arial als potenzielles Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, auch das scheint ignoriert zu werden.

Wir wollen die Artenvielfalt und Schönheit der Flora und Fauna gerne einmal dokumentieren. Daher schicken Sie uns bitte gerne Ihre Beobachtungen und Fotos zu.

Wir konnten Arne Bens als BIO-Ansprechpartner gewinnen, sich dieses Themas anzunehmen. Vielen Dank dafür! Arne Bens ist per E-Mail an arne.bens@ostring-buchholz.de erreichbar und freut sich auf Ihre E-Mails mit Ihrem Wissen, Ihren Beobachtungen, netten Begebenheiten oder kleinen Geschichten aus dem schönen Buchholzer Osten, der viel mehr ist als ein glyphosatgetränkter Acker, wie unser Bürgermeister meint.

Rechtfertigung für Buchholz 2025plus fraglich

In einem Schreiben an die Mitglieder des Buchholzer Stadtrats und des Kreistags haben wir drei Punkte thematisiert, die bislang nur unzureichend in der politischen Debatte über die Sinnhaftigkeit des Stadtentwicklungsprojekts Buchholz2025plus diskutiert wurden:

– Wegfall der Mietpreisbremse für den Buchholzer Wohnungsmarkt
– „Sprungkosten“ für Infrastruktur und Unterhaltungskosten
– Bauen im potenziellen Landschaftsschutzgebiet

Aber lesen Sie selbst:
Schreiben an Ratsmitglieder vom 21.09.2020 (13 MB)