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Panorama 3 – NDR dreht Reportage in Buchholz

Der NDR drehte heute für sein Politmagazin Panorama 3 in Buchholz. Thema ist das geplante Stadtentwicklungsprojekt Buchholz 2025plus im Kontext zum Flächenverbrauch in Norddeutschland. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich ja zum Ziel gesetzt, bis 2030 den täglichen Verbrauch von Flächen für Siedlungs- und Verkehrsprojekte auf unter 30 Hektar pro Tag zu senken. Für die BIO stand unsere Vorsitzende Grit Weiland Rede und Antwort. Sie wurde unterstützt vom BIO-Mitglied Elisabeth Bischoff, die für die Grünen im Kreistag sitzt. Der Beitrag wird in der Sendung am Di., 19.01.2021, von 21:15 bis 21:45 Uhr im NDR-Fernsehen zu sehen sein.

Von Landschaftsschutzgebiet bis Innenentwicklung – BIO-Einwände gegen Buchholz 2025plus

Zum Rahmenplan Buchholz 2025plus hat die BIO acht Einwände ausführlich begründet. Im Zuge der Möglichkeit zur Öffentlichkeitsbeteiligung wurden sie an Verwaltung und Politik auf Stadt- und Kreisebene sowie an alle Umweltverbände versandt. Unser Fazit dabei: Je tiefer wir in das Thema einsteigen, desto verstörender erscheint uns das gesamte Bauvorhaben. Während der schöne Buchholzer Osten ganz offiziell das Zeug zum Landschaftsschutzgebiet hätte, möchten die Buchholzer Stadtverwaltung und Teile der Politik das Gebiet ohne Not einer großflächigen Bebauung mit einem Ostring preisgeben, um ganz nebenbei ein noch größeres Loch in den mehr als angeschlagenen Haushalt zu reißen. Lesen Sie selbst …

E-Mail vom 24.11.2020 an die Buchholzer Stadtverwaltung, den Rat der Stadt Buchholz i.d.N. und den Kreistag des Landkreises Harburg (7 MB)
 

Schützenswerter Lebensraum

Dort wo Oststadt und Ostring neu geplant werden, leben Fuchs, Dachs, Has und Igel, diverse Fledermausarten, seltene Vögel und diverse Amphibien. Aber nicht nur heimische Tiere, sondern auch viele Pflanzen sind dort zu Hause. Ein Lebensraum für diese Tiere und Pflanzen droht mit Buchholz 2025plus vernichtet zu werden … und das trotz eines dramatischen Klimawandels und einem verheerenden Verlust an Artenvielfalt. Der Landkreis hat dieses Arial als potenzielles Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, auch das scheint ignoriert zu werden.

Wir wollen die Artenvielfalt und Schönheit der Flora und Fauna gerne einmal dokumentieren. Daher schicken Sie uns bitte gerne Ihre Beobachtungen und Fotos zu.

Wir konnten Arne Bens als BIO-Ansprechpartner gewinnen, sich dieses Themas anzunehmen. Vielen Dank dafür! Arne Bens ist per E-Mail an arne.bens@ostring-buchholz.de erreichbar und freut sich auf Ihre E-Mails mit Ihrem Wissen, Ihren Beobachtungen, netten Begebenheiten oder kleinen Geschichten aus dem schönen Buchholzer Osten, der viel mehr ist als ein glyphosatgetränkter Acker, wie unser Bürgermeister meint.

Buchholz 2025plus: wo stehen wir?

Die Planungen zur Umwandlung von reichlich Wiesen und Acker in ein Neubaugebiet mit bis zu 1500 Wohneinheiten hinterm Finanzamt schreiten kräftig voran. Die Politik hat im Verwaltungsausschuss am 19. März 2020 mehrheitlich – ohne jedwede Kenntnis über die damit verbundenen Kosten für alle Steuerzahler –  für eine „Vorzugsvariante“ zur Realisierung der Oststadt gestimmt (siehe Ratsdrucksache DS 16-21/0546.001 (9 MB)).

Dass der Landkreis die knapp 16 ha große Rütgersfläche nach Sanierung zu 90-95% für bebaubar hält (vgl. Stellungnahme vom 20.02.2020) und dass das Canteleu-Viertel ebenfalls eine Kapazität für ca. 250 Wohneinheiten aufweist … all das spielte in dem Entscheidungsprozess für Buchholz 2025plus keinerlei Rolle. Durch die Schaffung des neuen Wohnviertels auf der „grünen Wiese“ im Osten soll erreicht werden, dass kein Weg mehr an einer „Ostumfahrung“ vorbeiführt.

Warum ist genau diese Straße für die Stadtverwaltung, CDU und FDP so wichtig? Eine Ostumfahrung bedeutet eine ganz grundlegende Weichenstellung für die bauliche Weiterentwicklung von Buchholz in Richtung Wachstum: Der Grundstein für viel weitere Bautätigkeit von Vaensen bis Holm-Seppensen wäre mit einem Ostring erfolgreich gelegt. Nur folgerichtig soll die Verwaltung im Auftrag von CDU/FDP schon mit der Suche nach zusätzlichen Flächen für Wohn- und Gewerbegebiete beginnen! Siehe Ratsdrucksachen DS 16-21/0633 und DS 16-21/0652.

Während dar Rahmenplan fürs Neubaugebiet von einem Berliner Planungsbüro erarbeitet wird und der Planungstand öffentlich gemacht wurde, wird ein Entwurf für einen neuen Ostring separat und nicht öffentlich von einem anderen Büro erstellt. Es war zweifellos gewollt, dass sich die Politik zunächst nur mit dem Neubaugebiet befassen musste. Mit dieser Planung vor Augen soll die Bereitschaft erhöht werden, einem Ostring zuzustimmen. Genau das ist leider momentan zu erwarten. SPD und Grüne werden nach jetzigem Stand alles mittragen, weil sie – sicherlich zurecht – sozialen Wohnraum realisieren möchten. Doch der Preis dafür ist enorm!

Die gegenwärtigen Planungen ignorieren nicht nur die völlig ungeklärte Kostenfrage für einen Ostring. Sie blenden auch die 2019 veröffentlichte miserable Buchholzer Verkehrsklimabilanz aus – mit einem Emissionsplus von 12% gegenüber 2010. Erreichen müssten wir ein Minus! Unnötiger Flächenfraß vernichtet Lebensraum und Orte zum Erholen.

Für uns als BIO ist klar: Ganz Buchholz braucht nicht nur weniger Autoverkehr, sondern gute Alternativangebote! Nur so bleiben wir mobil und schützen unsere Umwelt – eine Umwelt, die wir jetzt und zukünftig brauchen. Die Unsummen, die ein Ostring verschlingen würde, fehlen für den nötigen Ausbau von umweltgerechter Mobilität. Dies werden wir wieder und wieder an Entscheidungsträger und Buchholzer Bürger*innen herantragen. Denn: Natur lässt nicht mit sich handeln! Mobilität ist jedoch veränderbar.

Flyer-Verteilung vor Planungswerkstatt Buchholz 2025+

In Buchholz laufen die Planungen für Wohnbebauung beim Finanzamt und einen Ostring. Damit Buchholzer Bürger und Bürgerinnen nicht nur von der Stadtverwaltung Informationen über das Großprojekt Buchholz 2025+ erhalten, haben einige BIO-Mitglieder vor der Waldschule die neuen BIO-Flyer zahlreich verteilt. 

Am 16.11.2019 gab es eine unerwartete Aktion der BIO vor der Waldschule Buchholz. Dort kamen 50 ausgeloste Bürger, die Mitglieder des Stadtrates sowie Vertreter einiger Verbände zu einer sogenannten Planungswerkstatt zusammen. Dazu hatte der Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse das zweite Mal eingeladen. Die Teilnehmer sollten dieses Mal über drei Entwürfe zur Bebauung rund um das Finanzamt beraten. Im Gegensatz zur 1. Bürgerwerkstatt vor zwei Jahren gaben die Veranstalter der BIO keine Möglichkeit, in der Planungswerkstatt mitzuarbeiten. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass es dieses Mal nicht um den Ostring ginge. Außerdem sei die BIO kein echter Verband. Also stellten sich einige BIO-Vertreter zum Flyer-Verteilen direkt vor den Eingang zur Bürgerwerkstatt. Fast alle der etwa 100 Teilnehmer nahmen den Flyer entgegen. Auf diese Weise konnten wir von der BIO vermutlich mehr Informationen in die Werkstatt tragen, als wenn wir direkt daran teilgenommen hätten. Die Parents For Future waren übrigens auch vor Ort.

Download BIO-Flyer (2 MB)

Download BIO-Stellungnahme zu Buchholz 2025+

Alle wesentlichen Informationen zur Planungswerkstatt und dem Planungsprozess von „Buchholz 2025+“ finden Sie auf dieser offiziellen Webseite der Stadt Buchholz: www.buchholz2025plus.de Ab sofort können Sie dort auch Ihre Ideen, Kommentare, Anmerkungen, Kritik etc. einbringen.

Neuer BIO-Vorstand

Auf unserer Mitgliederversammlung, die am 14.09.2018 in der Heideschule stattfand, wurde ein neuer BIO-Vorstand gewählt:

Grit Weiland (Vorsitzende)
Dr. Rolf Reineke-Koch (Stv. Vorsitzender)
Britta Berkowski (Schriftführerin)

Peter Eckhoff ist als Kassenwart in seinem Amt bestätigt worden. Weiterlesen

SPD-Ratsfraktion bekennt sich eindeutig zum Ostring

Die SPD-Ratsfraktion bekennt sich eindeutig zum Ostring. Die Umgehungs- und Erschließungsstraße wird nun allerdings als „Ostumfahrung“ oder als „östliche Umfahrung“ bezeichnet, obwohl sie faktisch nicht wesentlich vom alten Ostring-Verlauf abweicht. Der Ostring sei politisch verbrannt. Weiterlesen

Stadtrat bevorzugt Trassenvariante 7.1

In seiner Sitzung vom 24.04.2018 hat der Rat der Stadt Buchholz i.d.N. mit den Stimmen der CDU, FDP, SPD, Grünen und der AfD die Planvariante 7.1 als Grundlage für weitere Gespräche und Verhandlungen mit dem Landkreis Harburg empfohlen. Sowohl die Buchholzer Liste als auch der Ratsherr Udo Antons, Die Linke, haben sich gegen jegliche Variante ausgesprochen, weil sie den Ostring nach wie vor grundsätzlich ablehnen. Zuvor war ein Antrag der SPD-Fraktion, die Varianten 4a und 7.1 von einem Planungsbüro vergleichend untersuchen zu lassen, abgelehnt worden.

Download Ratsdrucksachen DS 16-21/0334.001 und DS 16-21/0334.002 (7,8 MB)

Trassenvariante 4 als Anlage 3 zur Ratsdrucksache DS 16-21/0334.001 (6,3 MB)

Trassenvariante 4a als Anlage 4 zur Ratsdrucksache DS 16-21/0334.001 (6,3 MB)

Trassenvariante 7.1 als Anlage 5 zur Ratsdrucksache DS 16-21/0334.001 (6,3 MB)

Appell an alle Ratsmitglieder

In der Ratssitzung am 13.03.2018 wurde die Stadtverwaltung in einem Grundsatzbeschluss beauftragt, Planungen für eine östliche Umgehungsstraße („Ostring“) und eine östliche Wohnbauentwicklung („Oststadt“) aufzunehmen. Es zeichnete sich bereits im Vorfeld eine deutliche Mehrheit aus CDU, FDP und AfD sowie den ehemaligen Ostring-Gegnern SPD und Grüne ab. Wir halten diese Stadtentwicklung für einen großen Fehler und richteten uns daher mit einem Appell an unsere LokalpolitikerInnen im Rat der Stadt Buchholz i. d. N.:

Download Appell an Ratsmitglieder vom 11.03.2018

Einzig die Vertreter der Buchholzer Liste sowie der Vertreter von den Linken haben sich konsequent gegen diese Planungen ausgesprochen und den Grundsatzbeschluss abgelehnt.

Rede von BIO-Mitglied Udo Antons (Die Linke) in der Ratssitzung am 13.03.2018

Rede von BIO-Mitglied Imme-Janne Schoof (Buchholzer Liste) in der Ratssitzung am 13.03.2018

Ratsdrucksache DS 16-21/0334 (3,4 MB)